╣ GEGEN TITANS ╠
Video Teaser
FLYER
[English version, down under]
[Deutsche Unterstützung, Sylvia Lundschein. Unsere liebe]
Wir Die Nicht So Sind Wie Andere
Daniel P. Mannix “Freaks”RE/SEARCH
Wir, Die Wir Nicht Unsereins Sind, bestätigen hiermit, dass wir „die Anderen“ sein können. Das Problem taucht auf wenn andere – die denken, sie seien mit sich eins – ihre eigenen Vorstellungen auf unsereins projizieren, d.h. auf uns als Teil von ihnen. Die Geschichte der Gender Theorien prangerte die soziale Konstruktion von Zweigeschlechtlichkeit an – „Gegen Titanen“ befasst sich mit der Analyse, wie Geschlechter normen im dreidimensionalen Raum vervielfältigt werden.
Warum bedeutet ein gewichtiger Körper Maskulinität oder Animalität.
Warum muss ein gewichtiger Mann der Raum sein, der Repräsentant, der Herrscher, der Anführer, der Mentor, der Psychoanalytiker, der Eindringling und der Eroberer. Warum wird dies als „maskulin“ in einem bestimmten Lebensraum interpretiert. Warum wird ein gewichtiger Körper zum Ziel des Spotts wenn seine männliche Performance der Macht versagt. Warum muss eine Frau zierlich und klein sein; beherrscht, unterworfen, bedrängt und erobert werden. Warum muss sie einer Dimension des Daseins entsprechen, in der Körper den Wucherungen des „Mann-Seins“ unterworfen sind. Warum müssen gewichtige Frauen den Preis für ihre Größe damit bezahlen, als Freaks betrachtet zu werden.
Warum wird diese Vorstellung in queere Sphären übertragen.
Warum können gewichtige Männer nicht feminin sein. Warum können gewichtige Frauen nicht feminin sein. Warum sollen transsexuelle Frauen hoch gewachsen und feminin sein um an das biologische Schicksal einer effimierten schwulmännlichen Vergangenheit zu erinnern. Warum sollen transsexuelle Männer kräftig gebaut und maskulin sein um an das biologische Schicksal einer Butch Dyke Vergangenheit zu erinnern. Warum ergeben Bart und Bauch einen Schwanz, an dessen Stelle ein Bear eine Vagina haben kann. Warum ergibt eine Silikonprothese eine Vagina, an deren Stelle eine Femme
einen Schwanz haben kann.
Warum sollen wir für einen derart geschlechtlich kodierten Raum, in den unsere Körper geworfen werden, bezahlen müssen.
Warum sollen wir jene überproportionierten Feinheiten der schwellenden Marktlücken maskieren. Warum müssen gewichtige Körper zu LGBT-eingehegten Simulakra werden, für die die Tür einer Bear-Bar oder eines Leder/SM-Clubs den konstruierten mann-menschlichen Naturalismus heiligt und durch eine gewaltsame Vereinnahmung von Raum mittransportiert. Warum können sich all diese Konstruktionen nicht einfach auflösen. Warum können wir nicht alle Titanen werden in unserem kleinen und kümmerlichen Dasein.
Gegen Titanen ist die Erhabenheit, einer Schwäche von Gewicht ausgesetzt zu sein.
Es ist die Einsamkeit einer Welt, deren Ergonomie gemacht ist von aufgezwungenen heterozentrischen Standards. Es ist die Queerness der Selbstanimalisierung zwischen fletschen und grinsen. Es ist eine Ode an Femme Bears die mit Trans Bears tanzen die butch Männer vögeln die Femmes lieben die mit Transfrauen knutschen die kräftige Kerle sind; wo zusammenstürzende Himmel Organe herniederregnen wie Froschstürme in einem Cassandra Crossing Crash.
Lass deine Schwäche an Umfang zunehmen.
Sein Titan. Sei Gegen.
———-[English version]————-
We Who Are Not As Others.
Daniel P. Mannix “Freaks”RE/SEARCH
We Who Are Not As Ourselves, clearly affirm that we can be “others”.
Problem appears when others -thinking to be themselves – project their own image on ourselves, hence on us as part of them. The history of gender theories denounced the social construction of a gender bipolarity. “Gegen Titans” gets into the analysis of how gender norms are multiplied in a three dimensional space.
Why does a big body mean masculinity or animality.
Why has a big man to be the space, the presence, the ruler, the top, the mentor, the psychoanalyst, the invader and the conqueror. Why is this interpreted as “masculine” in a space of being. Why is a big body becoming a bullying target when it fails its masculine performance of power. Why must a woman be minute, small, composed, submissive, invaded and conquered. Why does she have to conform to a dimension of the being in which bodies have to be subjugated by the gigantism of “being” men. Why do big women have to pay the price of their bigness by being chased as monsters.
Why is this vision applied to a queer sphere.
Why can’t big men be feminine. Why can’t big women be feminine. Why should transsexual women be tall and feminine to recall a biological destiny of an effeminate gay male past. Why should transsexual men be chub and masculine to recall a biological destiny of a butch dyke past. Why does a beard and a belly make a cock where a bear can have a vagina. Why does a silicon prothesis make a vagina where a femme can have a cock.
Why should we pay for a codified gender space our bodies are thrown into.
Why should we mask the oversize subtleties of body greatness into the go-big market niches. Why do big bodies have to be LGBT-gentrified simulacra where the door of a bear bar or a leather/S&M club sanctifies the constructed naturalism of manhood through the violent occupation of a space. Why can’t all these constructions just fade away. Why can’t we all become Titans while being small and weak.
Gegen Titans is the beauty of the exposure in the weakness of being big.
It is the loneliness of a world whose ergonomics are made by imposed heterocentric standards. It is the queerness of self-animalisation; to savage and smile. It is an ode to femme bears dancing with trans bears, fucking butch men loving femme girls kissing trans women being chub men dreaming butch dykes where collapsing skies rain organs like frogstorms to a Cassandra Crossing Crash.
Let your weakness take volume.
Be Titan. Be Gegen.
